Der Schornsteinfeger: Ihr Sicherheits-, Umwelt- und Energieexperte

Innung Düsseldorf

Qualitätshandwerk mit Traditionsbewusstsein.

Offene Kamine umweltfreundlich betreiben


Ihr Beitrag zur Luftreinhaltung im Winter:

Heizkamine und Kaminöfen liegen im Trend der Zeit. Ihr Betrieb strahlt Behaglichkeit aus, gerade dann, wenn es draußen knackig kalt ist.

Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise wird ihre Nutzung in den privaten Haushalten neu entdeckt. Kostengünstig wird der Brennstoff Holz schon direkt bei den kommunalen Forstämtern erworben. Der Umwelt und auch den Nachbarn zuliebe sind im Umgang mit offenem Feuer jedoch einige Hinweise zu beachten.

Wie funktionieren offene Kamine, Heizkamine und Kaminöfen?

Bei offenen Kaminen findet die Verbrennung in einem offenen Brennraum auf einem Rost oder einer Bodenplatte statt (Abb. 1). Die Verbrennungsluftzufuhr erfolgt ungesteuert über die Frontöffnung nur durch den Kaminzug. Die Wärmenutzung ist gering; sie erfolgt im Wesentlichen nur über Wärmestrahlung aus dem Feuerungsbereich.

Heizkamine und Kaminöfen weisen dagegen einen meist durch Glasscheiben geschlossenen Brennraum auf (Abb. 1); die Verbrennungsluftzufuhr kann dabei über Luftklappen gesteuert werden. Heizkamine und Kaminöfen werden in der Regel durch Raumluft nach dem Prinzip der Warmluftheizung (z.B. Kachelofen) gekühlt; die Wärmenutzung ist daher wesentlich besser als bei einem offenen Kamin.


Abb. 1: Prinzipdarstellung eines offenen Kamins (links) und eines Heizkamines/Kaminofens (rechts)


Welche Auswirkungen haben solche Feuerstätten auf die Umwelt?

Direkt wahrnehmbare Folgen können sichtbare Abgasfahnen und Geruchsbelästigungen in der Umgebung sein, insbesondere bei ungünstigen, d.h. austauscharmen Wetterlagen oder bei unsachgemäßem Betrieb der Anlage. Aber auch die nicht sichtbare Luftverunreinigung ist relativ groß, wie Abb. 2 verdeutlicht, in der die Emissionen von Hausbrandbrennstoffen vergleichend dargestellt sind:

Bei Einsatz des Brennstoffes Holz in offenen Kaminen, Heizkaminen und Kaminöfen ergeben sich im Vergleich zu Kohle, Öl und Gas die höchsten auf die freiwerdende Wärmemenge bezogenen Emissionen. Im Vergleich zu Öl- und Gasfeuerungen liegen die Emissionen von Holzfeuerungen ? insbesondere für die luftverunreinigenden Stoffe Kohlenmonoxid, Staub und organische Stoffe ? um den Faktor 100 bis 1.000 höher. Diese Werte beziehen sich auf Feuerungen, die einwandfrei betrieben werden. Bei unsachbemäßen Betrieb können die Schadstoffemissionen deutlich höher sein.

Im Allgemeinen weisen Heizkamine und Kaminöfen im Vergleich zu offenen Kaminen aufgrund der besser gesteuerten Verbrennung günstigere Emissionsverhältnisse auf, darüber hinaus nutzen sie auch die frei werdende Wärme besser.


Abb. 2: Emissionen von Hausbrandfeuerungen sind brennstoffabhängig. Im Bild ist die vom Brennstoff abhängige, auf die erzeugte Wärmemenge bezogene Emission (Bandbreite) in Milligramm pro Kilowatt (mg/kWh) dargestellt.


Was heißt einwandfreier Betrieb?

Um einen offenen Kamin, Heizkamin oder einen Kaminofen einwandfrei betreiben zu können und unnötige Emissionen und Immissionen zu vermeiden, müssen aufgrund der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes) folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

- eine geeignete, fachgerecht ausgeführte und saubere Anlage,

- ein zugelassener und geeigneter Brennstoff,

- eine sachgerechte Bedienung der Anlage.

Welche technischen Anforderungen sind zu erfüllen?

Die Anlage muss für die Verbrennung von Holz geeignet und vom zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister abgenommen sein. Sie muss regelmäßig gereinigt werden. Vor Errichtung sollte eine Beratung durch den Schornsteinfeger erfolgen.

Offene Kamine dürfen nach den Bestimmungen der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen nur gelegentlich betrieben werden; sie sind nicht für die dauerhafte Beheizung von Wohnräumen geeignet.

In der Regel gibt es für Heizkamine und Kaminöfen, sobald sie vom Bezirksschornsteinfeger abgenommen sind, keine zeitliche Nutzungsbeschränkung.



Welche Brennstoffe sind zugelassen?

Bis zu einer Nennwärmeleistung der Anlage von 15 Kilowatt (kW) darf nur lufttrockenes, naturbelassenes, stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde (Scheitholz, Hackschnitzel, Reisig, Zapfen) sowie Presslinge aus naturbelassenem Holz entsprechend DIN 51731 (Holzbriketts, Holzpellets oder andere Presslinge) verwendet werden. Als?lufttrocken? wird Holz mit einem Feuchtegehalt von etwa 20% des Holzgewichtes im absolut trockenen Zustand bezeichnet. Erfahrungsgemäß ist Holz bei luftiger und trockener Lagerung lufttrocken nach folgenden Lagerzeiten:



Welche Brennstoffe sind nicht zugelassen?

Das Verbrennen von feuchtem Holz ist nicht nur unwirtschaftlich sondern auch mit deutlich erhöhten Schadstoffemissionen verbunden. Außerdem können durch Kondensatbildung, hervorgerufen durch den hohen Wasserdampfgehalt und die niedrige Abgastemperatur, Schäden am Kamin auftreten.

Lackiertes, beschichtetes oder verleimtes Holz sowie Spanplatten dürfen ebenso wie Abfälle nicht verbrannt werden. Werden diese Stoffe dennoch eingesetzt, können erhöhte Emissionen ? z.B. an Stickstoffoxiden, Staub, Schwermetallen, Chlorwasserstoff (Salzsäure) und Dioxinen ? die Folge sein.

Die Verbrennung von Abfall gilt als unzulässige Abfallentsorgung und ist sogar strafbar.

Welche Betriebsbedingungen gewährleisten eine optimale Verbrennung?

Um einen optimalen Verbrennungsvorgang mit möglichst geringen Emissionen zu erreichen, sollten folgende Betriebsbedingungen eingehalten werden:

- Zum Anheizen sollte nur dünnes naturbelassenes Holz (Holzspäne) verwendet werden,

- eine ausreichende Zufuhr von Verbrennungsluft muss sichergestellt sein (Bedienungsanleitung des Herstellers beachten!), so dass kein Schwelbrand entsteht,

- der Brennraum darf maximal bis zur Hälfte gefüllt werden,

- es sollten nur kleine Holzstücke verwendet werden (bei Scheitholz maximal ca. 6 cm Durchmesser).

Woran erkennt man eine gute Verbrennung?

Eine gute Verbrennung ist gegeben, wenn das Holz mit langer Flamme abbrennt, eine feine weiße Asche entsteht und die Abgasfahne nicht sichtbar ist.

Und wenn es den Nachbarn stört? Wer ist im Streitfall zuständig?

Sollten diese Broschüre und ein nachbarschaftliches Gespräch nicht zur Einigung führen: Zuständig ist das örtliche Ordnungsamt. Der Bezirksschornsteinfeger besitzt keine ordnungsrechtliche Befugnis, kann aber zur fachlichen Beratung angesprochen werden.


Weitere Auskünfte erteilt das:



Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen
Wallneyer Straße 6
45133 Essen
E-Mail: poststelle@lua.nrw.de
Telefon: +49(0)201 79 95-0446
Telefax: +49(0)201 79 95-1446
Internet: www.landesumweltamt.nrw.de


Feuer und Flamme für Umweltschutz


Schadstoffarm und umweltgerecht heizen mit Braunkohle und Holz:

Schornsteinfeger und Kachelofenbauer als Berater

Planen Sie den Neubau oder Umbau Ihres Hauses und wollen Sie gleichzeitig eine Feststoff-Feuerstätte einbauen, so sind die Schornsteinfeger, die Kachelofenbauer, die Brennstoff-Fachhändler und die Fachhandwerker die besten Berater. Sie können in Sachen Heizungsanlage beim Neubau oder bei der Umrüstung eines Hauses helfen. Der jeweils zuständige Schornsteinfeger oder Fachhandwerker kann aus den "Gelben Seiten" entnommen werden bzw. bei der zuständigen Innung erfragt werden.

Schornstein ja oder nein?

Ein Wort zu der häufig gestellten Frage: Schornstein ja oder nein? Wer heute baut oder sein Haus modernisiert wird eine Heizung wählen, die auch morgen den hohen Ansprüchen der Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit genügt. Ein erheblicher Teil der Bauherren hat den Verzicht auf einen Schornstein später bereut. Wenn Sie bedenken, dass die Kosten für einen Schornstein nur ca. 1% der Rohbausumme betragen, dann dürfte Ihnen die Entscheidung nicht schwer fallen. Durch den Einbau eines Schornsteins verschaffen Sie sich eine größere Unabhängigkeit bei der Wahl Ihrer Heizungsanlage und verbauen sich nicht die Möglichkeit der Montage eines Zweitheizgerätes.

Emissionen

Alle fossilen Brennstoffe, dazu zählen Kohle, Holz, Öl und Gas, verursachen bei ihrer Verbrennung Emissionen. Bei allen angebotenen Brennstoffen stehen den positiven Aspekten spezifische Risiken, Nachteile oder Bedenken gegenüber. Generell gilt es heute mehr denn je, alle Möglichkeiten zu nutzen, um die Emissionen so niedrig wie möglich zu halten. Dazu gehören neben der sachkundigen Beratung durch Schornsteinfeger, Schornsteinhersteller, Kachelofenbauer, Brennstoff-Fachhändler, Fachhandwerker auch der Einsatz moderner Heizgeräte, die geeigneten Brennstoffe und die richtige Bedienung der Geräte.

Moderne Feuerstätten für Festbrennstoffe

Moderne Feuerstätten für feste Brennstoffe liegen voll im Trend. Individuelle Geräteformen, die Atmosphäre, das Feuererlebnis in den eigenen vier Wänden und die damit verbundene Gemütlichkeit sind die ausschlaggebenden Kaufargumente. Jedes Jahr steigt der Bestand an Kachel/-Kaminöfen und offenen Kaminen in Deutschland um durchschnittlich rund 200.000 bis 250.000 Stück. Diese Geräte werden überwiegend als Zweit- bzw. Reserveheizung, z. B. während der Übergangszeit genutzt.

Die Anforderungen an Haushaltsfeuerstätten beschränken sich heute nicht mehr darauf, mit möglichst formschönen Feuerstätten Wärme zu erzeugen. Neben der Sicherheit stehen zunehmend Wirtschaftlichkeit und Emissionsverhalten im Vordergrund. Gegenüber alten Geräten wurden hinsichtlich der Gerätetechnik deutliche Verbesserungen zur Emissionsreduzierung erzielt. Auf dem Markt sind bereits Neuentwicklungen der Feuerstättenhersteller, deren Emissionswerte deutlich unter denen der Standardgeräte liegen.

Braunkohlebriketts und Holz als ideale Brennstoffe

Ein traditioneller und bewährter Brennstoff ist seit vielen Jahrzehnten das Braunkohlebrikett. Es wird aus der zerkleinerten und getrockneten Braunkohle ohne Verwendung von Bindemitteln hergestellt. Rohstoff- und produktionsbedingt weisen Braunkohlebriketts eine definierte und konstante Qualität auf. Sie unterliegen einer strengen Kontrolle. Der Einsatz von Brennstoffen in Haushaltsfeuerstätten wird in der Kleinfeuerungsanlagenverordnung geregelt. Danach sind Braunkohlebriketts der Marken UNION und REKORD aus den deutschen Braunkohlerevieren als Brennstoff zugelassen. Sie sind die idealen Brennstoffe für eine emissionsarme Verbrennung. Diese einheimischen Marken sind bestens geeignet und erfüllen jederzeit die gesetzlichen Anforderungen.

Darüber hinaus ist trockenes Holz (2 Jahre überdacht gelagert) vorzugsweise in Form von Scheitholz und Holzbrikett ein nach DIN-Norm zugelassener Brennstoff.

Richtiges Heizen mit Braunkohlebriketts und Holz

Praktizierter Umweltschutz ist nicht nur eine Frage der Umweltverträglichkeit des Brennstoffs und des modernen Heizgeräts. Um unnötige Emissionen zu vermeiden muss der Dreiklang

- richtiger Brennstoff

- richtige Feuerstätte und Schornstein sowie

- richtige Handhabung

stimmen. Bei richtiger Bedienung der Heizgerätes können die Emissionen bei der Verbrennung von hochwertigen Briketts aus Braunkohle und Holz deutlich gesenkt werden. Eines der wichtigsten Gebote muss deshalb lauten:

Unbedingt die Bedienungsanleitung des Heizgerätes benutzen!

Es dürfen nur zugelassene Brennstoffe eingesetzt werden. Abfälle, Plastik, Pappen, behandeltes Holz (gestrichen, lackiert, imprägniert oder Spanplatten) usw. dürfen nicht verbrannt werden. Sie heizen mit Braunkohlebriketts und Holz sparsam und vermeiden unnötige Emissionen, wenn Sie bei der Bedienung einige Regeln beachten:

Feuer anzünden

Legen Sie geeignete Anzünder, eine ausreichende Menge Anzündholz, ein paar Braunkohlebriketts bzw. dünne Holzscheite auf den sauberen Rost. Bringen Sie den Luftregler in Anzündstellung, zünden Sie an und schließen Sie die Feuerraumtür. Wenn der Brennstoff vollständig überzündet hat, stellen Sie den Luftregler auf die gewünschte Leistungsstufe.

Dauerbrand halten/Heizbetrieb Ist noch genügend Glut vorhanden, dann rütteln Sie einfach die Asche ab bzw. schüren das Glutbett. Legen Sie ein paar Braunkohlebriketts bzw. Holz auf die Glut und stellen Sie den Luftregler auf Anzündstellung. Wenn der Brennstoff überzündet ist, stellen Sie den Luftregler auf die gewünschte Wärmeabgabe ein. Beachten Sie bitte, dass bei der Holzverbrennung die Luftzuführung über den Luftregler nicht zu sehr gedrosselt wird.

Glut halten

Legen Sie vor der Nachtruhe noch zwei bis vier Braunkohlebriketts auf und warten Sie bis sie brennen. Dann schließen Sie den Luftregler. Am nächsten Morgen sind Ihre Räume wieder schnell schön warm.

Zum Schluss

Jedes Grad Raumtemperatur weniger spart 5-7% Heizenergie. Um Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen, sollte man nur soviel Brennstoff auflegen wie gerade nötig. Die Feuerstätten sowie die Verbindungsstücke zum Schornstein sollten regelmäßig von einem Fachmann gewartet werden. Eine mangelhafte Wartung bringt Leistungsverluste, die letztlich unnötige Emissionen bewirken.

Bei der Vorplanung beachten!

Erkundigen Sie sich bereits bei der Vorplanung, ob ein Verbrennungsverbot für bestimmte Brennstoffe bzw. ein Anschlusszwang an eine Fernheizung für Ihr Grundstück vorliegt. Wie sollten Sie sich verhalten, wenn in Ihrer Stadt oder Gemeinde z. B. ein Verbrennungsverbot für Festbrennstoffe geplant wird oder bereits erlassen worden ist?
- Vertreter im Gemeinde- bzw. Stadtrat ansprechen und um Informationen bitten.

- Kontakt zu folgenden Festbrennstoffbeauftragten aufnehmen.

Kontakte:

Dipl.- Ing. Manfred Erken
Rheinbraun AG
Forschungszentrum Sibylla
Dürener Straße 92
50226 Frechen
Telefon: 0221-480 20721 oder 20701
Telefax: 0221-480 20444
E-Mail: fz.sibylla.bf1@rheinbraun.de

Dipl.-Berging. Thoralf Klehm
Mitteldeutsche Braunkohlegesellschaft mbH
Wiesenstraße 20
06727 Theißen
Telefon: 03441-684 632
Telefax: 03441-684438
E-Mail: klehm_thoralf@mail.mibrag.de

Dipl.-Ing. Norbert Reichelt
Lausitzer Braunkohle AG
HV-KV2
Knappenstraße 1
01968 Senftenberg
Telefon: 03573-78 2962
Telefax: 03573-78 2004
E-Mail: norbert_reichelt@laubag.de

Dr.-Ing. Jörg Lenk
Gesamtverband des deutschen Brennstoff- und
Mineralölhandels e. V.
Raabestraße 14
34119 Kassel
Telefon: 0561-93229 60
Telefax: 0561-93296-63

Haben Sie noch Fragen...?

Dann können Sie sich selbstverständlich an die obigen Personen wenden oder fragen Sie Ihren Schornsteinfeger, Schornsteinhersteller, Kachelofenbauer, Brennstoff-Händler oder Fachhandwerker.


Richtig heizen mit Holz


Grundlagen zum Holz - was unbedingt beachtet werden muss:

Ein Ofen spendet Wärme und Wohlbehagen....

... doch dieses Wohlbehagen kann schnell zum Unbehagen werden, wenn schadstoffbelastete Rauchgase durch den Schornstein abströmen.

Ob eine Feuerstätte umweltfreundlich oder umweltbelastend wirkt, hängt im wesentlichen von der Bedienung und der Art des Brennstoffes ab.

Folgende Punkte sollten Sie beim Heizen mit Holz beachten:

1. Welche Brennstoffe sind erlaubt?!?

Es dürfen nur raucharme Brennstoffe verheizt werden. Als raucharm gelten die in der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung aufgeführten Brennstoffe, wie zum Beispiel:

- Steinkohlen und Steinkohlenbriketts

- Braunkohlenbriketts

- Koks

- trockenes, naturbelassenes Holz

Nicht zulässig ist:

das Verheizen von Holz, das mit Imprägnierungsmitteln behandelt ist. Auch Papier, Verpackungsmaterial und Abfälle dürfen nicht verheizt werden!!!

2. Was heißt ?trockenes Holz??

Holz gilt dann als trocken, wenn der Feuchtigkeitsgehalt maximal 20 % beträgt.

Frisch geschlagenes Holz benötigt ca. 2 Jahre, wenn es richtig gelagert wird, um den trockenen Zustand zu erreichen.

Holz wird richtig gelagert, wenn es überdacht, im Freien so gestapelt wird, dass die Luft durchströmen kann.

3. Es lohnt sich, trockenes Holz zu verheizen!

Der Heizwert verdoppelt sich fast gegenüber dem des feuchten Holzes.



Feuchtes Holz zu verbrennen ist aber nicht nur unwirtschaftlich, sondern auch schädlich.

Durch den hohen Wassergehalt ist die Verbrennungstemperatur niedriger. Verstärkte Ruß- und Teerbildung, Gefahr der Schornsteinversottung und starke Zunahme schädlicher Emissionen sind die Folgen.

Ganz abgesehen von der Rauch- und Rußbelästigung!

4. Folgende Punkte sollten beim Heizen mit Holz beachtet werden:

a. Holz nur in geeigneten Öfen verbrennen wie zum Beispiel:

- speziellen Holzöfen

- Kachelöfen

- Kaminöfen

- offenen Kaminen

b. Holz verbrennt ohne Rost fast rückstandslos auf dem Feuerraumboden

c. Holz sollte immer mit entsprechendem Luftüberschuss verbrannt werden

d. Es darf nur trockenes und unbehandeltes Holz verbrannt werden

e. Es dürfen weder Müll, noch Zeitungen oder ähnliches verbrannt werden

5. Folgende Punkte sollten vor der Anschaffung oder Errichtung eines Holzofens beachtet werden:

a. Lassen Sie vom Ihrem Bezirksschornsteinfegermeister prüfen, ob ein geeigneter Schornstein zur Verfügung steht.

b. Entscheiden Sie sich erst nach eingehender Beratung, was für eine Art von Feuerstätte für Ihre Wohnung geeignet ist.

c. Entscheiden Sie sich für eine Feuerstätte mit einer für den Aufstellraum angemessenen Nennheizleistung.

d. Legen Sie sich frühzeitig einen entsprechenden Holzvorrat an.

e. Beachten Sie die Aufstellungs- und Bedienungsanleitung des Herstellers unbedingt.





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